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Neptune Energy Deutschland bohrt nicht nach Gas auf Usedom!

Die Geschäftsführung von Neptune Energy Deutschland gab am 17.04.2018 bekannt, die teilweise laufenden Genehmigungsverfahren nicht weiter zu betreiben. Hier zur Meldung auf der Internetseite der Firma: http://neptuneenergy.de.
Natürlich wird der Abbruch von der Firma wirtschaftlich begründet.
Aber dies ist nicht zuletzt ein tolles Ergebnis unserer Bürgerinitiative und aller weiteren Unterstützer gegen das geplante Vorhaben. Auch ein Zeichen für diejenigen, die immer nur jammern und sagen, dagenen kann man doch nichts tun und die machen sowieso was sie wollen.
Dieses Umdenken ist notwendig, um unsere Natur und die Schönheit Vorpommerns zu bewahren. Dafür muss man zusammen kämpfen und nicht auf Hilfe warten.
Laßt uns aber trotz des Erfolges weiter wachsam sein!


jubel

 

Kreistag Vorpommern-Greifswald lehnt Erdgasförderung auf Usedom ab!

Auf Bitte der BI Lebensraum-Vorpommern e.V. brachte die Kreistagsfraktion der Partei DIE LINKE, gemeinsam mit der SPD und B90/Die Grünen den Antrag, die Erdgasförderung auf Usedom abzulehnen, am Montag, 9. April 18, in den Kreistag Vorpommern-Greifswald ein.
Es gab nur wenige Kreistagsabgeordnete, u.a. Frau von Busse und Herr Bergemann, die Bedenken gegen den Antrag äußerten - die große Mehrheit stimmte nach einer ausführlichen Diskussion letztlich für den Antrag.
Unsere Bürgerinitiative Lebensraum-Vorpommern e.V. freut es natürlich sehr, dass sich der Kreistag parteiübergreifend einig in der Sache war. Dazu die Vorsitzende Christa Labouvie: " es ist ein deutliches Zeichen, dass der gesamte Kreistag beschloss: ein solches Gasfördervorhaben nicht zu unserer Insel passt, die vom Tourismus und ihrer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften lebt. Die Risiken sind unkalkulierbar. Das sollte unsere Landesregierung in Schwerin sehr wohl hören und entsprechend handeln!!"

Worum geht es uns?

loddin th

Es geht um den Erhalt unserer einzigartigen Natur (links im Bild der Nordteil der Insel Usedom- zum Vergrößern in das Bild klicken), die die Grundlage für den Haupterwerb der Region, den Tourismus, darstellt. Denn sie ist vielen Gefährdungen ausgesetzt: Erwähnt sei beispielhaft nur der hemmungslose weitere Bau von "Bettenburgen", dem die gesamte Infrastruktur (Verkehr, Wasser/Abwasser u.s.w.) nicht gewachsen ist, unüberlegte Ansiedlungen von Industrieanlagen oder die extensive Erdgas- und Erdölförderung, die gegenwärtig wieder mal auf der Insel Usedom im Bereich der Kaiserbäder und Korswandt zu erwarten ist. Unser jetziger Arbeitsschwerpunkt ist die Verhinderung der "ungebremsten" Öl- und Gasförderung mittels Fracking, einem umstrittenen Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute, das schon an verschiedenen Orten (auch in Deutschland) zu irreparabelen Schäden (z.B. in Trinkwasservorräten) geführt hat. Erkundungsbohrungen seit Ende 2011 durch CEP, sind die Vorboten für die zu erwartende Anwendung des extensiven Förderverfahrens.

Das Bergrecht, auf dessen Grundlage Fördergenehmigungen erteilt werden müssen, stammt aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts. Es muss so schnell wie möglich den aktuellen Erfordernissen angepasst werden: Speziell müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgesehen werden, die Belange der Wasserbehörden und anderer Betroffener beachtet werden.


Unsere Forderungen sind:

  • Keine Erdgas- und Erdölförderung auf Kosten von Trinkwasser und Umwelt
  • Reform des Bergrechts: Vorrang für Mensch, Umwelt und demokratische Mitsprache.
  • Europaweites Fracking-Verbot
  • Änderung/Anpassung der "UVP-Verordnung Bergbau"

Demo am 02.12.2017 im Seebad Heringsdorf



Danke für dieses Video an Herrn Rainer Sauerwein und Hendrik Toepfer.