Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern

Informationen über laufende Aktivitäten und Termine


Grundsätzlich: So wichtig die Debatte über die Vermeidung irreparabler Schäden durch Fracking ist, sollte das alldem übergeordnete Ziel, die Beendigung des Zeitalters der Nutzung fossiler Energieträger, nicht aus dem Auge verloren werden. Leider wird bei der oft leidenschaftlichen Diskussion über Fracking stillschweigend vorausgesetzt, dass die Intensivierung der Erdgasförderung als gegeben angesehen wird!

Ein Satz von Immanuel Kant (1724-1804):
"Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen."
Er könnte auch für voreilige Genehmigungen von Fracking zutreffen!
Und hier noch einer, der kurz und knapp seine Meinung über Fracking sagt.



Einladungen zu öffentlichen Veranstaltungen



Weitere neue Veranstaltungen sind in Vorbereitung

Wenn Sie sich unserem Protest anschließen möchten, finden Sie hier eine Unterschriftenliste im Format PDF zum Ausdrucken und Unterzeichnen.




Erdgasförderung auf Usedom

Kein Gasbohren auf Usedom - Ihre Bürgerinitiative lädt ein!

Die Engie E&P Deutschland GmbH plant die Förderung aus der Lagerstätte vorm Ostseebad von Heringsdorf oder Korswandt aus mit einem neuen Konzept aufzunehmen, das die Interessen der Gemeinde und den Schutz von Umwelt und Natur in besonderem Maße berücksichtigt. ENGIE strebt eine zügige Umsetzung des Projektes an und befindet sich dazu in einem engen Austausch mit allen Beteiligten - so die offiziellen Aussagen.

Wir führen am 18.09.2017 um 19:00 Uhr in der Grundschule der Stadt Usedom eine Infoveranstaltung zum Thema: Chancen, Risiken und Erfahrungen bei der Förderung von Sauergas durch.

Es ist uns gelungen Herrn Dipl.-Ing Bernd Ebeling als Referent und Frau Dipl-Geologin Juliane C. Bornstedt sowie Herrn Dr. phil. Christfried Lenz als Gäste zu gewinnen. Einen Flyer im Format A5 finden Sie hier zum Download, Ausdruck und Weitergeben. (Wenn Sie den Flyer mit Ihrem Drucker unter den Optionen "beidseitiger Druck, Blatt über kurze Seite drehen ausdrucken, erhalten Sie zwei vorn und hinten bedruckte Flyer im Format A5.) Einen Flyer im Format A4 erhalten Sie hier (Dann Blatt über lange Seite drehen).

Eine Pressemeldung vom 19. Mai 2017:
Beabsichtigte Gasförderung der Engie E&P Deutschland GmbH vor der Küste Usedoms

"Keine Gasförderung auf Usedom - Seeheilbäder statt fragwürdiger Energieträger"

In der Pressemeldung werden die Hintergründe zum Thema Gasförderung erläutert.

Zum gleichen Thema gibt es auch einen Zeitungsartikel der OZ.






Unkonventionelles Fracking wird verboten

Der Bundestag hat am 24. Juni 2016 das Fracking-Gesetzespaket (Wasserrecht: 18/4713, 18/4949, 18/8916; Bergrecht: 18/4714, 18/4952, 18/8907) beschlossen

Ausnahmen wird es nur für vier "Erprobungsmaßnahmen" zum unkonventionellen Fracking geben (Förderung von Erdgas und Erdöl in Schiefer-, Ton- oder Mergelgestein oder Kohleflözgestein). Entsprechend den Erfahrungen dabei soll nach 2020 über weitere Erlaubnisse entschieden werden.

Da immer wieder Fracking "schön geredet" wird, werden einmal 14 Mythen zu Fracking zusammen gestellt und kommentiert.

Kinder besonders gefährdet durch Emissionen bei Öl- und Gasförderung

Bei den Prozessen der Fracking-Förderung und der Aufbereitung der geförderten Kohlenwasserstoffe werden verschiedene Emissionen freigesetzt, die besonders schädlich für die noch in der Entwicklung und im Wachstum befindlichen Atmungsorgane der Kinder und Kleinkinder sind. Diese klare Aussage ist neu und stammt aus ganz neuen, breitangelegten wissenschaftlichen Untersuchungen in den USA. In den Fördergebieten der USA leben verhältnismäßig wenige Menschen. Entsprechend wären in Deutschland viel mehr Kinder und Kleinkinder von den Emissionen einer Fracking-Förderung gesundheitlich gefährdet, da wir vielfach dichter besiedelt sind.
Erläutert wird diese Tatsache auch noch einmal in einem offenen Brief an die Bundestasabgeordneten, die sicher demnächst über Fracking abstimmen werden.

Bundestag lehnt generelles Frackingverbot ab

Am 28.4.2016 erfolgte im Bundestag eine namentliche Abstimmung zu einem Antrag der Linken, Fracking generell zu verbieten. Erwartungsgemäß lehnte es die Große Koalition (lobbygesteuert) mehrheitlich ab. Dazu eine Pressemeldung der Linken.

Unserem Abgeordneten Mathias Lietz wurde ans Herz gelegt, den Antrag zu unterstützen. Den Brief und wie er wirklich abgestimmt hat, kann man hoffentlich bald hier lesen.

Unabhängig davon macht der Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie auf seiner Jahresversammlung am 15.6.2016 Druck, dass das "Frackingerlaubnisgesetz" durch die Bundesregierung endlich verabschiedet wird. Anderenfalls wollen sie auf der jetzt gültigen Gesetzeslage wieder fracken, wobei sie mit dem Wirtschaftsminister Lies einen namhaften Unterstützer hat.

Beispiel Glyphosat

ein Praxisbeispiel dafür, was Konzerne tun (könnten), wenn Umweltschutz ihre Profitinteressen bedroht: Monsanto will offenbar den US-Bundesstaat California verklagen, weil dieser das wahrscheinlich krebserzeugende Pestizid Glyphosat auf die Giftliste setzen will. Wenn TTIP, CETA oder TiSA in Kraft treten sollten, dann könnte den europäischen Ländern das selbe Schicksal z. B. beim Fracking blühen. (Information von Carin Schomann)

Fracking-Erlaubnis-Gesetz oder Verbot?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat im Januar 2016 neue Schätzungen der Vorräte an Kohlenwasserstoffen in unkonventionellen Lagerstätten (die durch fracking erschließbar wären) vorgelegt, die um ca. 50 % niedriger als die von 2012 liegen. Die geschätzte und voraussichtlich förderbare Gasmenge ist viel zu gering, als dass damit eine wirtschaftlich lohnende und versorgungstechnische bedeutsame Gas- und Ölförderung zu realisieren wäre. Jeder Versuch dazu würde Steuergelder vergeuden.
Da zu erwarten ist, dass demnächst die Bundesregierung die Gesetzgebung zum Abschluss bringen will, haben 68 Bürgerinitiativen ein Schreiben an alle MdB verabschiedet, das auch unsere BI unterzeichnet hat. Ein weiterer Brief an die Koalitonsparteien des Bundestages mahnt an, dass das prekäre Bohrschlammproblem durch Fracking weiter verschärft würde.
Die Behauptung von BGR, WEG und anderen, dass Fracking "nach menschlichem Ermessen sicher ist" wird u.a. widerlegt durch ein Urteil zur Strafzahlung in Millionenhöhe wegen Methan im Grundwasser.

Demnächst wird sich der Bundsestag wieder mit der Fracking-Gestzgebung befassen. Deshalb haben am 14.04.2016 dreißig Bürgerinitiativen (darunter auch wir) nochmals einen Brief an die Abgeordneten des Bundestages geschrieben, der "Entscheidungshilfen" bietet.

Ein Vorgeschmack auf TTIP und CETA

Obama gibt am 6.11.2015 bekannt: Der kanadische Konzern TransCanada klagt auf der Basis des Investitionsschutzkapitels von NAFTA auf 15 Milliarden Dollar Schadensersatz gegenüber den USA. Die ganze Meldung hier.

Neue Statistik über "Fracking-Unfälle" in North Dakota

Im US-Bundesstaat North Dakota wurden seit 2006 bis Oktober 2014 mehr als 11.000 neue Förderbohrungen im Williston-Fördergebiet am Missouri River niedergebracht und gefrackt, um das Erdöl aus dem BAKKEN Shale zu fördern. Dieses Vorkommen erstreckt sich im Untergrund über 17% der Landesfläche von North Dakota, was ca.31.000 km2 entspricht ( zum Vergleich: 2/3 der Fläche Niedersachsens). Und natürlich wurde die gesamte erforderliche Infrastruktur in die agrarisch geprägte Landschaft von North Dakota eingepflanzt.
durch Klicken vergrößern Die New York Times hat am 21.November 2014 eine Zusammenstellung aller den Behörden in North Dakota in den fast 8 Jahren gemeldeten Umweltschäden veröffentlicht.

Das linke Bild ist eine Darstellung, wenn man sich die Bohrungen nicht nach unten, sondern nach oben vorstellen würde (Vergrößern durch klicken in das Bild).

Warum TTIP, CETA (und auch TiSA) verhindert werden müssen und was das mit unserem Thema Fracking zu tun hat?

Unser regionaler "Lebensraum Vorpommern" ist keine Insel, sondern eingebettet in die Politik der BRD und damit in die der EU. Wenn wir Fracking, Agro-Gentechnik und andere Arten der Enteignung und Verschmutzung unserer Gemeingüter verhindern wollen, müssen wir uns auch gegen die geplanten Abkommen TTIP und CETA wehren, denn all dies kann bei Wirksamkeit diese Verträge erzwungen werden. Das enthaltene Investitionsschutzabkommen und drohende Sanktionen durch Schiedsgerichte könnten Staaten hindern, notwendige Regulierungen gegenüber Investoren durchzusetzen. durch Klicken vergrößern Und die politische Entscheidung, diese sittenwidrigen, faktisch unkündbaren und völkerrechtlich bindenden Verträge zu unterzeichnen, steht vor der Tür!
Die gewaltige Demo am 10. Oktober 2015 in Berlin war ein überwältigendes Signal sowohl an die Berliner Regierung als auch an die Kommission in Brüssel. Aber Konzerne, deren Vertreterorganisationen und Regierungsvertreter führen gemeinsam mit den Leitmedien unhaltbare Wohlstandsillusionen für die Verträge ins Feld und schüren sogar Ängste: Der US-Politologe Daniel Hamilton hetzt, dass nur mit den besagten Verträgen Europa seine Standards zusammen mit den USA verteidigen könne, um das Machtstreben Russlands zu begrenzen.
Auch Vertreter unserer BI waren mit dabei- es war ein schönes Gefühl! (durch Klicken Bild vergrößern)

Dramatischer Anstieg von Erdbeben durch hydraulic fracturing

Seit einigen Jahren aber nimmt die Anzahl der Erdbeben dramatisch zu. Ein Seismologe im US-Bundesstaat Oklahoma warnt: Das in die Erde verpresste Fracking-Wasser (reflow) ändert die Druckverhältnisse entlang der Gesteinsnähte und bringe so die Erde zum beben. Welche Auswirkungen die Einspeisung dieser riesigen Wassermassen in die Erde auf langfristige Sicht haben werde, wisse der Experte nicht.

Fracking-Abwasser ändert Druckverhältnisse unter der Erde

Großes Bündnis fordert: Fracking verbieten, Klima schützen, Energiewende voranbringen!

Die bereits auf der Tagesordnung des Bundestages terminierte, aber verschobene Abstimmung über das Fracking-Regelungspaket in Deutschland wird im Oktober stattfinden. Nun hat am 22. September 2015 ein gesellschaftlich sehr breit aufgestelltes Anti-Fracking-Bündnis einen Brief an die Spitzen der CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktion gesandt und dazu aufgefordert, sich für ein Fracking-Verbot und damit für den Schutz des Klimas und die konsequente Umsetzung der Energiewende einzusetzen. Auch unsere BI hat den Brief unterschrieben.

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage eines Linken-Abgeordneten lässt ahnen, wie erfolgreich Lobbyisten arbeiten und wie artig die Bundesregierung offensichtlich reagiert. Lesen Sie eine Meldung vom 14. August 2015! Aber in Amerika heißt es schon: Pumpen, bis die Pleite kommt

Fünfjähriges Moratorium für kommerzielles Fracking in den Niederlanden

Der Widerstand der Bevölkerung und der Umweltverbände in den Niederlanden und der deutsch-niederländischen Grenzregion (es gab allein 5300 Einsprüche aus dem Bundesgebiet gegen Fracking in den Niederlanden) zeigte Wirkung.
Auch der Bundestag verschob wegen starker Differenzen in der Koalition seine Gesetzesinitiative auf die Zeit nach der Sommerpause.

Erdgasfirmen machen Druck auf Abgeornete

In Briefen mit offenen Drohungen (z.B. Verlust von 20.000 Arbeitplätzen, Schlumberger: "Der Wegfall dieses Sektors mündet mit großer Wahrscheinlichkeit in: Gefährdung der Umwelt durch den Mangel an Experten für die fachgerechte Stilllegung der existierenden Bohrungen, wie die daraus entstehende Gefährdung der Allgemeinheit.") sollen Abgeordnete beeinflusst werden. Interessante Einelheiten und Kommentare dazu im DLF am 7.06.2015.
Die Hektik, das Gesetzespaket möglichst schnell zu beschließen, ist u.a. auch darin begründet, dass die Unternehmen ihre Profite noch einfahren wollen, bevor die Erneuerbaren Energien die Ölpreise noch weiter sinken lassen.
Übrigens: das obige Schlumberger-Zitat ist auch ein Eingeständnis, dass Fracking nicht ungefährlich ist!

Erste Lesung des "Fracking-Regelungspaketes"...

...soll am 6.5.2015 im Bundestag erfolgen.
Es besteht aus mehreren Vorschriften:
-Gesetz zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften
-Gesetz zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften
-Verordnung zur Einführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen
Am 8.5.2015 tagt der Bundesrat. Auf dieser Sitzung wird entschieden, ob sich der gesamte Bundesrat der Forderung des Umweltausschusses des Bundesrats anschließt, Fracking zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen ausnahmslos zu verbieten.
In einem Brief der Umweltverbände wird nochmals an die Ministerpräsidenten appeliert, den Gesetzentwürfen nicht zuzustimmen.
Auch unsere BI stimmt diesen Ausführungen zu.
Wichtige Defizite des Gesetzespaketes werden hier analysiert

1.4.2015: Bundeskabinett verabschiedet Gesetzespaket zu Fracking

Bild zum Vergrößern anklicken Ein Aprilscherz? Sicher nicht, hier hören Sie Meinungen pro und contra. Wer sich bisher nicht fürchtete, sollte einmal in nebenstehendes Bild clicken, um sich eine Vorstellung von Fracking zu machen!

Anhörung im Landtag M-V am 27.02.2015

"Bohrtürme, Pipelines, Ölgeruch - ein Hauch von Texas oder Saudi-Arabien kann nicht das positive Bild der geplanten Ölförderung in Vorpommern trüben, das sich die MV-Unternehmensverbände machen. Fast überschwänglich beschwor ein Verbandssprecher gestern bei einer Anhörung im Landtag die "großen Potenziale". Die kritische Sicht von Greenpeace und einer Bürgerinitiative fand wenig Unterstützung." schreibt die SVZ. Das Land könnte mit 340 Millionen Euro aus der Förderabgabe profitieren. Das macht Politiker mutig (s. Karl Marx zu Profiten). Hier weitere Einzelheiten dazu.

Fracking im Juni 2014 bei Barth schlug fehl, Testförderung unterbrochen

Die angestrebte Testförderung in Saal im Juni 2014 musste bereits bei der Rückführung der Fracking-Flüssigkeit abgebrochen werden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern vom 2. März 2015 hervor. Hier findet man weitere Einzelheiten.
Ob die Förderabgabe aus weiser Voraussicht oder Geldgier durch die Landesregierung verdoppelt wurde, sei dahin gestellt - doch ein Fünftel vom Reichtum abgeben, das ist CEP zu viel. Reichtum auf unsere Kosten: Zerstörung von Umwelt, Natur, Gesundheit und Hab´und Gut. Noch besser: wieder einmal wurde eine perfide Lüge von gewissenlosen Investoren offen gelegt: CEP beteuerte stets treuherzig: wir wollen gar nicht in der Ostsee nach Öl bohren! Und jetzt hören sie erst einmal auf, weil im Landesraumentwicklungsprogramm der Ausschluss von Erdölförderung im Küstenmeer verankert wurde (wir danken den PolitikerInnen, die mit dafür Sorge trugen).

Anhörung zu den Entwürfen

Am 12. Februar 2015 fand eine Anhörung der Verbände zu den Fracking-Gesetzentwürfen im Bundeswirtschaftsministerium statt. Wir waren durch die BBU vertreten, dessen diesbezügliche Stellungnahme wir als BI mit unterzeichneten. Die BBU-Vertreter lehnten Fracking in Deutschland klar ab, ohne wenn und aber - ausnahmslos. Umweltverbände und viele andere Vertreter positionierten sich ähnlich.
Natürlich vertraten der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.(WEG) und ihm befreundete Gruppen, wie der Verband der Chemischen Industrie e.V.(VCI) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.(BDI) und die energieabhängigen Unternehmen den Standpunkt, dass der vorliegende Entwurf schon viel zu weit ginge, und die Förderung von Erdgas in Deutschland behindere. In einem Bericht sind Einzelheiten nachlesbar. Die Argumente werden nun geprüft und im Frühsommer 2015 der ergänzte Entwurf zur Beratung ins Parlament kommen.

Kritik an den Referentenentwürfen zur Änderung wasser-, naturschutz-und bergrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie und anderen Vorhaben

Der durch Fracking ausgelöste US-amerikanische Öl-und Gasboom entwickelte sich nicht nur zu einem umweltpolitischen, sondern immer mehr auch zu einemm ökonomischen Desaster. Ungeachtet dessen will die Bundesregierung nun mit einem "Fracking-Ermöglichungsgesetz" (so nennen es die Grünen!) diese Technologie bei uns zulassen. Dazu finden Sie eine kritische Stellungnahme des Umweltinstituts München. Ein niedersächsisches Aktionsbündnis nimmt den Entwurf unter die Lupe.

Wollen Sie einmal ganz konkret von den von Ihnen gewählten Volksvertretern wissen, wie diese es mit Fracking halten?

Das Umweltinstitut München macht es Ihnen mit folgendem Link ganz leicht: Fracking oder Umweltschutz? Diese auf die Abgeordneten des Bundestages zugeschnittene Aktion lässt sich aber leicht auch auf die des Land- und Kreistages modifizieren, wenn man den Mustertext in eine individuelle e-mail an diese kopiert.
Was unser MdB Lietz dazu zu sagen hat, muss man nicht unbedingt lesen.


Jahresvollversammlung der BI stimmt für Mitzeichnung eines Appells

Bundesweite Initiativen gegen Fracking haben gemeinsam am 2.12. 2014 einen Appell an alle Mitglieder des Bundeskabinetts und Bundestags sowie an die UmweltministerInnen der Länder geschickt, in dem sie auffordern, der Gesetzesinitiative zur "Regelung" von Fracking (s. folgenden Kasten) nicht zuzustimmen. Dieser wurde von 90 Bürgerinitiativen und anderen Gruppierungen mitgezeichnet, darunter auch unsere Bürgerinitiative. Diesem Appell wurde eine Anlage "Stimmen Sie für ein konsequentes Frackingverbot" beigefügt, die entsprechende Argumentationen enthält.

Gesetz zu Fracking: Expertenteam solls richten

Auf dem Weg zum "Fracking-Gesetz", das in diesem Jahr noch verabschiedet werden soll, versuchen jetzt die zuständigen Minister, sich der Verantwortung zu entziehen. Ein sechsköpfiges Expertengremium soll es richten und die "absolute Sicherheit" bescheinigen. Mehr dazu hier lesen! Als Grundlage für das "Fracking-Gesetz" wurde von der Koalition im Juli ein Eckpunktepapier erarbeitet. Der Gesetzentwurf wurde am 20.11.2014 durch Umweltministerin Barbara Hendricks vorgelegt. Der Entwurf sei das strengste Fracking-Gesetz der Welt, sagte SPD-Fraktionschef Oppermann; Grüne und Linke sprachen von einem "Fracking-Ermöglichungsgesetz". Indessen ist die Industrie hocherfreut über den Entwurf, in dem die ursprünglichen Ziele deutlich aufgeweicht wurden. Dazu auch eine Presseinformation des NABU.

"Weggefrackt - Erdgasgeschädigte fliehen vor der giftigen Luft von Colorado"

The Ecologist, nach eigenen Angaben das weltweit führende Umweltnachrichtenmagazin, berichtet am 20.8.2014 über die Folgen der Schiefergas- und Ölförderung. Unter anderem wird berichtet, dass der Staat Colorado Beschwerden der Bevölkerung wegen der Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Erdgasförderung unterdrückt. Gesundheitlich geschädigte oder Bedrohte ziehen aus dem Staat weg. Weiter wird über die hohen Subventionen der US-Regierung und der Einzelstaaten der USA zur Förderung des Öl- und Gasproduktion berichtet. Dazu wird auch auf den Bericht von Oil Change International hingewiesen (auszugsweise Einzelheiten dazu kann man hier lesen). Damit wird auch die Falschbehauptung vom "billigen Shale-Gas" aus den USA widerlegt. Denn tatsächlich finanziert der US-Steuerzahler mit fast 30 Mrd USD die "heimische" Öl- und Gas- Aufsuchung, Erschließung, Förderung und den Vertrieb. Die Übersetzung des ganzen Artikels und den link zum Originalartikel finden Sie hier.

Methan im Trinkwasser?

Die Methangas-Kontamination des Trinkwassers in einigen Gebieten der USA wird durch die Gasförderung per Fracking verursacht. Das belegen jetzt Isotopen- Analysen des Wassers. Aber die Quelle des Gases sind nicht die Fracking-Risse im Gestein, wie allgemein befürchtet, sondern Lecks an den Gasförder-Bohrungen, wie US-Forscher berichten. Weitere Informationen darüber

Rechtsänderungsentwürfe in der Diskussion- die Bundesregierung will dieses Jahr noch ein Gesetz zu Fracking verabschieden

Der bundesweit agierende Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen BBU, insbesondere zum Thema Fracking, stellt mit Besorgnis fest, dass in den letzten Tagen von interessierter Seite kampagnenartig Werbung für Fracking betrieben wird, um die Entscheidung von Bundesrat und Bundestag in ihrem Sinne zu beeinflussen.
In einer Mitteilung des Bundesverbandes der Umweltinitiativen e.V. (BBU) an den Umweltausschuss des Bundestages v. 3.9.2014 werden neue Erkenntnisse hinsichtlich der von Fracking ausgehenden Risiken und Umweltgefahren dargestellt. Sie wurden vom BBU und seinen Mitgliedsinitiativen zusammengestellt. "Wir möchten betonen, dass lediglich ein ausnahmsloses Fracking-Verbot den erforderlichen Schutz der Gesundheit und der Umwelt gewährleisten kann. Wie der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags festgestellt hat, begegnet ein derartiges Fracking-Verbot auch keinen rechtlichen Bedenken; Grundrechte werden nicht verletzt."

Eine etwas andere Sichtweise liefert der Bericht aus dem Projekt "Hydraulic Fracturing -eine Technologie in der Diskussion" der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) vom 4.9.2014

"Die Projektgruppe erarbeitet einen wissenschaftlich fundierten Überblick über Potenziale, Chancen und Risiken des Hydraulic Fracturing. Wichtig für die Beurteilung der Technologie und ihres Einsatzes sind "Best Practices", welche die Grundlage für die zukünftigen operationellen Standards liefern sollen. Ob man sich letztendlich für oder gegen Hydraulic Fracturing entscheidet bzw. unter welchen Bedingungen man diese Methode in Deutschland weiter verfolgen will, ist eine Frage der politischen und persönlichen Wertvorstellungen und Präferenzen. Die Informationsbasis für die politische und gesellschaftliche Diskussion zu verbreitern, ist das vordringliche Anliegen dieses Projekts."

Was hat das geplante Handelsabkommen TTIP mit Fracking zu tun?

In einer umfangreichen Recherche analysiert die Süddeutsche Zeitung am 13. August 2014 das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA.
"Die einen halten es für hochgefährlich, die anderen für die Energieversorgung der Zukunft: Kommt Fracking über eine von TTIP aufgestoßene Hintertür? Was an den Argumenten von Gegnern und Befürwortern wirklich dran ist."

Übrigens: Die EU will keinen Stress mit TTIP-Gegnern:
Am 11.9.2014 hat die EU-Kommission den Vorstoß eines neu gegründeten Aktionsbündnisses gegen das geplante Handelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA zurückgewiesen. Das Bündnis Stop TTIP erfülle nicht die Voraussetzungen für eine Europäische Bürgerinitiative (EBI). Weitere Informationen bei stopp-ttpi Diese Ablehnung passt genau ins Bild der öffentlichkeitsscheuen Aktivitäten in Sachen TTIP!

Öffentliche Anhörung zur Onshore-Ölfeldentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern am 27.2.2014

Die Bürgerinitiative "Lebensraum-Vorpommern" schätzte in der Anhörung ein, dass das durch CEP angestrebte Verfahren unkontrollierbare und nicht abschätzbare Risiken berge. Vor diesem Hintergrund stünden die sich wahrscheinlich ergebenen wirtschaftlichen und finanziellen Schäden in keiner Relation zu den angekündigten Einnahmen. Die Auswirkungen auf Umwelt und Natur würden beträchtlich sein. Eine Ölförderung werde den Reiz Mecklenburg-Vorpommerns insbesondere als Urlaubsland schwer beschädigen.
Der Geschäftsführer von CEP wiederholt seine bekannten "Segnungen" für die Region: Eine Entwicklung der Saal/Barth-Struktur durch eine Reihe von langfristigen Faktoren während der Erdölförderung birgt vielfältige wirtschaftliche und finanzielle Chancen und Auswirkungen für die direkt betroffenen Kommunen, die Region und das gesamte Land. Im Zuge des Planungs- und Genehmigungsverfahrens würden alle umwelttechnischen und umweltrechtlichen Belange mit den Umwelt- und Wasserbehörden geprüft und berücksichtigt.
Weitere Informationen über die Anhörung finden Sie hier

Energieprognose Deutschland 2013 - 2040

Sie stammt von der Firma EXXON MOBIL, dem Inhaber der größten Förder- und Aufsuchungs-genehmigungen für Kohlenwasserstoffe in Deutschland. Die Prognose soll verlässliche Daten aufzeigen, wie wir unseren Energiehunger in 30 Jahren stillen werden. Nach der Ansicht von EXXONMOBIL wird im Jahre 2040 der Anteil fossiler Energien bei über 70 % in Deutschland liegen. Kritiker bemerken, dass die Ausarbeitung dazu dient, den Behauptungen von EXXON zur großen Bedeutung von Schiefergas für Deutschland einen scheinbar wissenschaftlichen, seriösen Unterbau zu geben. Auf der Webseite gegen-gasbohren.de erfolgte eine , die hier heruntergeldaden werden kann.

26.Juni 2013 OZ meldet: Dalles auf dem Darß: Sprudeln bald die Öl-Milliarden?

"Knapp 40 Milliarden Liter des schwarzen Goldes sollen allein unter einer 160 qkm großen Fläche im Bereich Barth, Saal und Darß liegen. Und die bisher entdeckten Vorkommen könnten erst der Anfang sein: "Insgesamt sehen wir im westlichen Vorpommern Potenzial für die sechsfache Menge" so Schröter von CEP. Von "Big Barth" ist schon die Rede!
Wilfried Fischer aus Wieck (Darß) kritisiert: Der Journalist "übersieht geflissentlich, dass sich "Big Barth" nahezu vollständig im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft befindet. Wir lassen uns jedenfalls unser Tafelsilber weder durch profitgierige Ölmultis, noch durch desinformierte Journalisten anbohren."
Und für einen Leserbrief von Dr. Vater aus Greifswald ist der OZ das Papier offensichtlich zu schade, um ihn zu veröffentlichen.

17.Juni 2013: Neuste Meldung in der OZ: Fracking ist ungefährlich

Zwei Geologieprofessoren der Uni Greifswald kritisieren unsere BI und sind überzeugt: "Fracking, richtig angewandt, ist nach menschlichem Ermessen risikofrei." Das mag ja sein, Kernenergie-Experten behaupten das von ihrer Technik auch: Nur ein Tsunami in Fukushima und leichtsinnige Experimentatoren in Tschernobyl haben das leider nicht gewusst!

In einem offenen Brief entgegnet die BI: "Wir meinen, dass Ihre Einstellung von fahrlässiger Verantwortungslosigkeit geprägt ist, denn alle Praxis-Erfahrungen auf dem Gebiet 'Fracking' sprechen bisher eine deutlich andere Sprache."

06. März 2013: Neuer Antrag der Fraktion Die Linke im Landtag Schwerin

Moratorium für Hydraulic Fracturing (Fracking) in Mecklenburg-Vorpommern
Die Landesregierung wird aufgefordert, ein Verbot der Fracking-Technologie mit giftigen oder wasserbelastenden Chemikalien zu erlassen, solange nicht alle mit Fracking verbundenen Risiken geklärt sind...( Drucksache 6/1651 06.03.2013)


Ergebnis: Landtag lehnt am 22.03.2013 Moratoriumsantrag ab

Hier dazu die Pressemeldung: Daraus ein Zitat: "...Auch wenn die Landesregierung die Sorgen der Antragstellerin bezogen auf die offensichtlichen und auch auf die noch nicht ausreichend erforschten Risiken des Frackings unter Zuhilfenahme von Chemikalien teilt, gibt es im einschlägigen Bergrecht keine Rechtsgrundlage für ein formelles Moratorium...."

Also, wie schon gesagt: Die Forderung nach einer Novellierung des Bergrechts ist ein dringend zu bearbeitender Schwerpunkt!

Eine aktuelle kritische Bewertung des gegenwärtigen Bergrechtes veröffentlichte der ökom-Verlag im November 2014.

Hier noch von der SPD-Fraktion ein positiver Brief, der allerdings die Frage aufwirft, warum dann der Moratoriumsantrag von ihr abgelehnt wurde! Wer sich für die Antwort interessiert- hier bitte! Eine Antwort dazu gibt es bisher nicht



Fracking verbieten?

Ob Fracking verfassungsrechtlich verboten werden kann (wie z.B. seit Mitte 2011 in Frankreich), untersucht eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages. Fazit: "Sollte der Bundesgesetzgeber zur Eindämmung etwaiger Risiken des Hydraulic Fracking ein Verbot dieser Fördermethode für erforderlich halten, könnte er ein entsprechendes Gesetz erlassen. Der damit verbundene Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit könnte durch Schutz von Mensch und Umwelt gerechtfertigt werden." Daraus ist abzuleiten, wo der "Gegner" steht: Die Öl- und Gas-Lobby nutzt einerseits alle Möglichkeiten, Angst vor unterschiedlichsten Formen einer Energiekrise zu schüren und andererseits Gesetzesinitiativen von Linken, Grünen und Sozialdemokraten auf Bundes- und Landesebene zu verhindern.

Union und FDP wollen in einem neuen Versuch ein Gesetz zur umstrittenen Schiefergas-Förderung noch vor der Bundestagswahl umsetzen.

Es soll zusätzlich zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung und dem Verbot von Fracking in Wasserschutzgebieten auch ein Einvernehmen mit den Wasserbehörden für die Bohrungen notwendig werden. In Deutschland ist Fracking bislang gesetzlich kaum geregelt.

Ende Mai 2013 äußerte Umweltminister Altmaier: "Fracking ist eine neue Methode der Gasförderung, wo viele Fragen ungelöst sind. Ich halte das im Augenblick nicht für vertretbar."

04.06.2013: Das Gesetz zum Fracking in Deutschland ist gescheitert

In dieser Legislaturperiode wird es nicht mehr verabschiedet werden, das sagte Umweltminister Altmaier am Rande einer Fraktionssitzung in Berlin.

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