Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern

Berichte über unsere Aktivitäten

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über stattgefundene und laufende Aktivitäten unserer Bürgerinitiative.

Preisverleihung

Bild Preisverleihung
Am 18.02.2015 fand anlässlich des Neustrelitzer Naturfilmfestivals "Mensch! Natur!" Die Preisverleihung des Publikumspreis statt.

Es gewann der Film "Promised Land".
Matt Damon, der Hauptdarsteller, lebt in den USA, kann den Preis nicht persönlich entgegennehmen. Stellvertretend wurden mit dem Preis, der von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz gestiftet wurde, zwei Bürgerinitiativen ausgezeichnet: BIErdoelBarth und unsere BI (Auf dem Bild von links: BI Erdöl Barth, Herr Conradt Betreiber Kachelofenfabrik, Fabian Czerwinski BI Erdöl Barth, Bob Beemann Musikalische Umrahmung, Chris, Axel).
Regisseur Van Sant zeigt die Gefahren des Drillbohrens mit chemischen Zusätzen - Fracking genannt auf. Der Film zeigt auch, wie sich Menschen verändern und ihre Umgebung und Mitmenschen anders wahrnehmen, das gelebte Miteinander Risse bekommt, um danach umso gestärkter wieder zu wachsen.- Einfach sehenswert.
Wir möchten uns bei der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, die das Preisgeld gesponsert hat ganz herzlich bedanken. Außerdem bedanken wir uns beim Müritz Nationalparkleiter Herrn Ulrich Meßner, natürlich auch bei den so zahlreich erschienenen Kinobesucher, die auch im Anschluss an die Filmvorführung für eine rege Diskussion sorgten und es somit ein für alle Seiten spannender und informativer Abend wurde. Zu guter Letzt herzlichen Dank.an Herrn Horst Conradt von der Basiskulturfabrik für seine überaus freundlichen Empfang und Bewirtung. Dazu gibt es auch eine Presseinformation.




Musiknacht in der Benzer Kirche

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Im Rahmen des Benzer Kirchensommers, zu dem sich jährlich Musiker führender deutscher Orchester auf der Insel zusammenfinden, wird hochkarätige Kammermusik geboten. Die Insel ist ihnen ans Herz gewachsen, sie verbringen den Sommer hier und genießen es, einfach zusammen zu musizieren, abseits des Orchesterlebens. In diesem Jahr gab es dabei am 31. Juli aus aktuellem Anlass ein "Konzert zum Wandeln, Träumen und Zuhören mit Kerzenschein, Lagerfeuer und Wein - und zum Nachdenken und Reden darüber, was aus der einzigartigen Natur der Insel Usedom wird, wenn sich das Fracking weiter schleichend durchsetzt". Die Intention der Künstler dazu und das Programm können Sie hier nachlesen. Inselbewohner und ihre Gäste konnten mit Mitgliedern der Bürgerinitiative "Lebensraum Vorpommern e.V." ins Gespräch kommen und sich sachkundig über die Vorhaben von CEP und deren Risiken informieren. Einen Bericht der OZ über die Veranstaltung können Sie hier lesen. (Die Bilder können durch anklicken vergrößert werden)



Aus Anlass der Demo am 21. April 2014 in Zinnowitz wurde eine Unterschriftenaktion gestartet. Das Ergebnis soll Ende September dem Ministerpräsidenten und den Fraktionsvorsitzenden in Schwerin und dem Kreistag von Vorpommern-Greifswald übergeben werden. Hier können Sie eine Liste für Unterschriftensammlungen herunterladen.
Bitte, werden Sie selbst aktiv und helfen Sie mit, Unterschriften zu sammeln!

Hier finden Sie den damalgen Aufruf zur Demo am 21. April mit Andreas Hoppe

Von der Demo gibt es auch einen kurzen Filmbericht.

Kurzfassungen einiger der auf der Kundgebung gehaltenen Redebeiträge:

Andreas Hoppe:

Wer Filme wie z.B. "Gasland" gesehen hat, kann erahnen, welche Gefahren uns durch Fracking drohen. In den USA sind bereits ganze Gebiete, Seen, Flüsse, Brunnen und Farmen vergiftet worden und dort lebende Menschen und Tiere erkrankt. Wie kann man mit so einem Wissen überhaupt noch ein solches Risiko eingehen? Setzen wir lieber weiter auf eine Energiewende, um langfristig unabhängig von fossilen Energiequellen zu werden.


Max Frhr. von Maltzahn:

Das Bergamt Stralsund hat dem Joint-Venture CEP die Genehmigung von Erdöl-Fracking fahrlässig erteilt, da die Sicherheit und Gesundheit der Anwohner akut bedroht ist. So besteht vollkommene Unklarheit darüber, wie sich die Aktivitäten wirklich auswirken, weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein unabhängiges geologisches Gutachten fehlen. Des weiteren setzt MV seine starken Positionen im Tourismus und bei der Energiwende aufs Spiel, wenn jetzt mit Fracking ein fossiler Rückwartsgang eingelegt wird. Die umweltbezogenen Schäden und wirtschaftlichen Nachteile sind insbesondere bei Zwischenfällen unabsehbar. Weltweit gilt: Wir brauchen keine neuen fossilen Projekte mehr!


Portrait Wilde
Prof. Dr. Harald Wilde, FH Stralsund: Fracking - eine Risikobewertung aus wissenschaftlicher Sicht

Nach bisherigen Erfahrungen in Regionen mit entsprechenden Realexperimenten birgt Fracking (oder wie immer man diese Hochrisikotechnologie mit ähnlichen Termini benennen mag) folgende Risiken:

  • Umgang mit Chemikalien, die nicht allesamt als Zusatzstoffe in Lebensmitteln zulässig wären, in Verbindung mit einer vertikalen Querung von Grundwasserleitern
  • Bergschäden durch großflächige hydraulische "Sprengungen" bisher stabiler Gesteinsformationen in beträchtlichen Tiefen
  • Unkontrolliertes Entweichen insbes. von erschlossenem Gas (das berüchtigte "Feuer aus dem Wasserhahn")
  • Kontamination des Abwassers nicht nur durch die eingesetzten Betriebsstoffe (s.o.), sondern auch durch Auswaschung aus dem Gestein des Fördergebiets
  • Explosionsgefährdeter Output als Öl-Gas-Mischung
  • Explosionsgefahr beim Transport von durch Fracking gewonnenem Öl
Dies sind allein die Risiken, die schon bei praktischen Einsätzen z.B. in den USA und Kanada beobachtet wurden.

Fazit: Fracking ist abzulehnen:

  • · aus ingenieurwissenschaftlicher Sicht wegen Verstoßes gegen den Stand der Technik (FMEA u.ä.),
  • · aus betriebswirtschaftlicher Sicht wegen fehlenden Risikomanagements,
  • · aus rechtlicher Sicht wegen Nichteinhaltung selbst des höchst investorenfreundlichen Bundesberggesetzes
Ärgerlich nur, dass aus unseren Steuergeldern finanzierte Behörden nicht auch ohne Beiträge wie diesen auf die Idee kommen, "tickende Zeitbomben" gleich zu - wie´s im Juristendeutsch so schön heißt - versagen. Hier kann der ganze Beitrag gelesen werden.

Die CDU-Spitzenkandidatin des Wahlkreises Vorpommern-Rügen hat sich übrigens bis heute nicht zu dem an sie als e-mail geschickten Bild zu der Demo geäußert.



Die älteren Beiträge befinden sich noch in der Überarbeitung.




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